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Kriterien der Vegan Society

Die traditionsreiche englische »Vegan Society« hat die folgenden Kriterien für eine Bestimmung des Begriffes »vegan« festgelegt.


Produkte, die das Warenzeichen der Vegan Society tragen oder in der Broschüre »Animal Free Shopper« genannt werden, müssen die folgenden Kriterien erfüllen: Sie müssen, soweit es möglich und praktikabel ist, völlig frei von jeglicher Einbeziehung von Tieren sein. Die folgende Auflistung legt fest, was dies im Einzelnen bedeutet.

Pflanzliche, mineralische oder aus Pflanzen oder Mineralien künstlich hergestellte Substanzen sowie mikrobiologisch fermentierte Stoffe pflanzlichen Ursprungs sind akzeptabel.


• Keine tierischen Inhaltsstoffe
Der Herstellung und/oder Entwicklung des Produktes sowie eventuelle Inhaltsstoffe dürfen keine tierischen Produkte, tierischen Nebenprodukte oder auf Grundlage tierischer Produkte hergestellte Substanzen enthalten. Das sind z.B.


Zusatzstoffe tierischen Ursprungs

  • E120 - Cochenille
  • E542 - Essbare Knochenphosphate (Anmerkung vegan.de: hergestellt aus Tierknochen - derzeit bei in Deutschland hergestellten Produkten nicht gebräuchlich)
  • E631 - Natriumosinat
  • E901 - Bienenwachs
  • E904 - Schellack


    Zusatzstoffe möglicherweise tierischen Ursprungs

  • E101 - Riboflavin, Lactoflavin, Vitamin B2
  • E101(a) - Riboflavin, Phosphatester
  • E153 - Carbo medicinalis vegetabilis (medizinische Pflanzenkohle - die pflanzliche Variante scheint nur in Nahrungsmitteln eingesetzt zu werden)
  • E161(b) - Lutein
  • E161(g) - Canthaxanthin
  • E236 - Ameisensäure
  • E237 - Natriumformiat
  • E238 - Kalziumformiat
  • E270 - Natriumformiat
  • E322 - Lecithin
  • E325 - Natriumlactat
  • E326 - Kaliumlactat
  • E327 - Calciumlactat
  • E422 - Glycerin
  • E430 (vermutlich nicht mehr länger in Lebensmitteln eingesetzt) - Polyoxiethylen (8) (Anmerkung vegan.de: Stearat auf der Basis von unbestimmten Fetten - derzeit bei in Deutschland hergestellten Produkten nicht gebräuchlich)
  • E431 - Polyoxiethylen Stearat wie 430 (Anmerkung vegan.de: derzeit bei in Deutschland hergestellten Produkten nicht gebräuchlich)
  • E432 - Polyoxyethylen-sorbitan-monolaurat (Polysorbat 20)
  • E433 - Polyoxyethylen-sorbitan-monooleat (Polysorbat 80)
  • E434 - Polyoxyethylen-sorbitan-monopalmitat (Polysorbat 40)
  • E435 - Polyoxyethylen-sorbitan-monostearat (Polysorbat 60)
  • E436 - Polyoxyethylen-sorbitan-tristearat (Polysorbat 65)
  • E470(a) - Na/K/Ca-Salze der Speisefettsäuren (z.B. Calciumstearat)
  • E470(b) - Mg-Salze der Speisefettsäuren
  • E471 - Mono- und Diglyceride der Speisefettsäuren
  • E472(a) - Mono- und Diglyceride der Speisefettsäuren, verestert mit Essigsäure
  • E472(b) - Mono- und Diglyceride der Speisefettsäuren, verestert mit Milchsäure
  • E472(c) - Mono- und Diglyceride der Speisefettsäuren, verestert mit Citronensäure
  • E472(d) - Mono- und Diglyceride der Speisefettsäuren, verestert mit Weinsäure
  • E472(e) - Mono- und Diglyceride der Speisefettsäuren, verestert mit Mono- und Diacetylweinsäure
  • E472(f) - Mono- und Diglyceride der Speisefettsäuren, verestert mit Essig- und Weinsäure
  • E473 - Zuckerester von Speisefettsäuren (Emulgatoren)
  • E474 - Zuckerglyceride
  • E475 - Polyglycerinester von Speisefettsäuren
  • E476 - Polyglycerin-Polyricinoleat (PGPR, Emulgator für Hartfett und Schokolade)
  • E477 - Propylenglycolster von Speisefettsäuren (Emulgator für Feine Backwaren)
  • E478 - Milchsäureester der Speisefettsäuren des Glycerin. (Anmerkung vegan.de: derzeit bei in Deutschland hergestellten Produkten nicht gebräuchlich)
  • E479(b) - Thermooxidiertes Sojaöl mit Mono- und Diglyceriden von
  • E481 - Natriumstearoyl-2-lactylat (NSL)
  • E482 - Calciumstearoyl-2-lactylat (CSL)
  • E483 - Stearyltatrat
  • E491 - Sorbitanmonostearat
  • E492 - Sorbitantristearat
  • E493 - Sorbitanmonolaurat
  • E494 - Sorbitanmonooleat
  • E495 - Sorbitanmonopalmitat
  • E570 - (natürliche) Fettsäuren
  • E572 - Magnesiumstearat
  • E585 - E585 Eisen-II-lactat
  • E627 - Natriumguanylat
  • E635 - Natrium 5'-Ribonucleotide
  • E640 - Glycerin und dessen Natriumsalze
  • E920 - L-Cystein
  • E1518 - Glycerintriacetat (Triacetin)


    Tierische Haare - Angora, Astrakhan, Cashmere, Mohair, Wolle

    Tierische Milch

    Milchprodukte - Kasein, Kaseinogen, Laktate, Milchsäure, Laktose

    Bienenprodukte - Bienenpollen, Bienengift, Bienenwachs, Honig, Propolis, Gelee Royal

    Milchprodukte und Nebenprodukte der Milchherstellung - Butter, Käse, Molke, Joghurt

    Eier

    Von Menschen gewonnene Produkte - z.B. Keratin, Plazenta

    Von getöteten Tieren gewonnene Substanzen - Fisch (inklusive Sardellen), Wild und Wildprodukte (z.B. Fleisch- oder Fischextrakte- oder brühen), Geflügel, Fleisch

    Tierische Stoffe aus dem Meer - Ambra, Capiz-Schalen, Kaviar, Chitin, Korallen, Fischknochen, Fischmehl, Fischleim, Öle und Extrakte (z.B. Fischöl, Haifischöl (Squalene), Seehundöl, Walöl, natürliche Schwämme, Perlen, Rogen, Robbenfleisch, Schalentiere, Spermöl, Samenöl, Wachs, Walfleisch

    Verschiedenes - Tier- und Fischkleber, Karmine und Karminsäure, Catgut (natürlicher Darm), Gamsleber, Cochenille, zerriebene Schlangen oder Insekten, Fixative (z.B. Moschus, Zibet, Rizinusöl), Hormone (z.B. Östrogen, Progesteron, Testosteron) Elfenbein, Lanolin, Nerzöl, Pergament, Plazenta, Seide, Schellack, Schlangengift, manche Vitamine (z.B. D3), Harnstoff, Pergamentpapier, jegliche Trägerstoffe, Prozesshilfen oder Lösungsmittel, die Produkte tierischen Ursprungs enthalten.

    Schlacht-Nebenprodukte - tierische Fette (z.B. Bratenfett, Schweineschmalz, Nierenfett, Talg), Aminosäuren, Aspik, Knochen, Knochenasche, Knochenmehl, Borsten, Kollagen, Daunen, getrocknetes Blut, Fettsäuren und ihre Produkte, Federn, Pelz, Gelatine, Glyzerin, Haare, Fell (Leder, Velourleder, usw. ), Hufe und Horn, Öl, Oleostearin, Pepsin, Proteine (z.B. Elastin, Keratin, Retikulin), Lab, Häute, Stearate, Stearatsäuren, Stearin.


    • Anmerkung
    Tierische Produkte werden manchmal zu nicht unmittelbar erkennbaren Zwecken eingesetzt, z.B.:

  • als Trägerstoffe - Gelatine kann z.B. als Trägerstoff für Beta-Karotin oder D2 verwendet werden
  • Prozesshilfsmittel - Laktose wird oft eingesetzt, um Geschmacksstoffe in Chips zu binden
  • Ablösehilfen - können eingesetzt werden, um z.B. Konfekt oder Brot von Herstellungsmaschinen abzulösen.


    • Keine Tierversuche
    Die Entwicklung und/oder Herstellung des Produktes - und falls zutreffend seiner Inhaltsstoffe - darf nicht mit Tierversuche jeglicher Art in Zusammenhang stehen oder gestanden haben. Dies betrifft alle Versuche, die durch den Hersteller, auf dessen Veranlassung oder durch Dritte, über die der Hersteller Kontrolle hat, durchgeführt werden oder wurden.


     
     



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